Endlich ist es vollbracht, wir haben unsere Webseite umgemodelt. Neues CMS, neue Terminverwaltung, Community- Funktionen, neues Template,...yes! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, war auf unserer alten Seite nicht mehr ganz soviel Betrieb. Das lag zum einen an effizienter Energieverwaltung, sprich wir stecken unsere Zeit lieber in das neue Schmuckstück, zum anderen am völlig veralteten CMS, welches uns einiges an Nervenaufreibung beschert hat. Die neue Seite ist nun Online, im Hintergrund wird noch weiter gewerkelt, die Community-Funktion bekommt demnächst noch ein kleines Update verpasst. Die Termine lassen sich nun dank neuer Software besser überblicken und können bspw. nach Location geordnet werden. Im Community-Bereich verhält es sich ähnlich wie bei Facebook oder Studivz, sprich Bilder hochladen, Freunde adden, usw. Über ein Feedback würden wir uns freuen.
|
05. Juni 2010
Mit Henry (Mitarbeiter im Skatepark, Great Gera Skates e.V.) und Palmer (Ehrenmitglied seit 20 Jahren beim Great Gera Skates e.V.), sprachen wir über den nicht mehr ganz neuen Skatepark im Herzen der Stadt, Probleme und Perspektiven.
Hallo Henry, könntest du kurz etwas zur Struktur des Skateparks sagen. Wem gehört der Park und wer betreibt ihn?
H: Betreiber ist der Great Gera Skate e.V., wir sind die Hauptverantwortlichen des Geländes. Gepachtet ist der Park von der Stadt, genauer Infraprojekt Gera.
Seit wann gibt´s den Park?
H: Den Park gibt es an sich schon étwas länger, in seiner jetztigen Form seit 2005. Die Rampen wurden übrigens vom Rampen-Guru aus Passau, Andreas Schützenberger, gestaltet und erbaut.
Könntest du bitte euren Verein kurz etwas vorstellen.
P: Unseren Verein gibt es seit dem 14.04.1991 und wurde von 2 „Wessis“ aus der Not geboren, die ihr Lager vorrübergehend in Gera aufschlugen. Der Name des Vereins basiert auf dem ersten Skateladen (1990) Geras in der Wiesestraße über dem Pizza-Express,den die Beiden betrieben. Mittlerweile sind sie auf Kreta verschollen. Neben dem Skateparkbereich, gab es noch Baseball, Football und Cheerleading, von denen neben dem Skatepark nur noch die Cheerleader übrig sind.
H: Unser Verein besteht aus 1,5 Festangestellten (Katarina Remke + Ich), die von der Stadt bezahlt werden. Darüberhinaus besteht unser Vorstand aus 2 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen (Vorstand). (Carsten Creuzburg + Anja Rüdiger).
Wie ist die Besucherressonanz im Skatepark?
H: Bei schönem Wetter platz der Park aus allen Nähten.
P: Bei 30-40 Fahrern ist hier schnell Ende im Gelände. Im alten Park war da noch mehr Platz...
Bekommt ihr Feedback von Gästen, Eltern oder Spaziergängern? Wie ist die Stimmung?
H: Ja auf jeden Fall. Eltern finden den Park gut, da er betreut und immer ein Ansprechpartner vorhanden ist. Es gibt natürlich auch Bürger die sich von unserer Jugendkultur belästigt fühlen. Dazu später mehr...
Welche Probleme seht ihr in der momentanen Situation?
H: Fakt ist, der Park ist viel zu klein für unser rollendes Publikum. (Skater,BMXer,etc...)
P: Die Kids sind dazu gezwungen nach Ausweichmöglichkeiten zu suchen, mir fallen dazu Plätze wie Theater, Panndorfhalle oder die asphaltierten Gehwege im Hofwiesenpark ein. Konflikte mit Stadt und Behörden sind vorprogrammiert.
H: Obwohl wir Lösungen anstreben, sind unserem Verein oft die Hände gebunden.
Wie sieht es im finanziellen Bereich bei euch aus?
H: Wir sind gezwungen Rampennutzungsgebühren zu erheben um die Instandhaltung unseres Parks zu finanzieren, was auf keinen Fall ausreichend ist. Neuanschaffungen sind ohne Sponsoren unmöglich, der Spielraum unserer Stadt ist arg begrenzt, um es mal freundlich auszudrücken. Dies betrifft nicht nur unseren Park im Zentrum, sondern auch die Parks in Lusan und Bieblach-Ost. Sponsoren können sich gerne bei uns melden!
Welche Wünsche habt ihr bezüglich des Parks bzw. was wünschen sich eure BesucherInnen?
H: Ein großer Wunsch vieler ist ein geeignetes Winterquartier (Halle) zu finden. Am besten wäre natürlich ein Dach direkt über unserem Park...:)
P: Als realistisch betrachte ich es, die angrenzende Fläche neben dem Skatepark, welche 2007 als Abstellfläche genutzt wurde und seit dem brach liegt (verwildert), der Jugend für ihren Sport zugänglich zu machen. Möglichkeiten gäbe es da einige wie Dirt-Strecke oder Pool (*träum*) zum fahren. So könnten wir nicht nur Platzprobleme lösen, sondern auch Leute aus verboten Zonen zurückgewinnen, welche vor der Enge geflüchtet sind.
Habt ihr deswegen schonmal bei der Stadt angefragt? Findet ihr Gehör?
H: Ja, erst kürzlich. Im Moment wird geprüft, warum der Zaun an der falschen Stelle steht und nicht an der Grundstücksgrenze. Gehör finden wir, kämpfen allerdings wie viele Vereine in Gera mit finanziellen Problemen der Stadt. Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Lösungen. Wir sind bereit unseren Teil dazu beizutragen und mit anzupacken.
Wir danken euch für das Gespräch und wünschen dem Verein und besonders der sportlichen Jugend viel Glück und mehr Möglichkeiten (vor allem Platz), ihrem Hobby auf Rädern nachzugehen.
Sponsoren sind hiermit zum Engagement aufgerufen!
Weitere Infos: www.skatepark-gera.de
Kontaktmöglichkeit: Tel. 0365 / 8310055



