Endlich ist es vollbracht, wir haben unsere Webseite umgemodelt. Neues CMS, neue Terminverwaltung, Community- Funktionen, neues Template,...yes! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, war auf unserer alten Seite nicht mehr ganz soviel Betrieb. Das lag zum einen an effizienter Energieverwaltung, sprich wir stecken unsere Zeit lieber in das neue Schmuckstück, zum anderen am völlig veralteten CMS, welches uns einiges an Nervenaufreibung beschert hat. Die neue Seite ist nun Online, im Hintergrund wird noch weiter gewerkelt, die Community-Funktion bekommt demnächst noch ein kleines Update verpasst. Die Termine lassen sich nun dank neuer Software besser überblicken und können bspw. nach Location geordnet werden. Im Community-Bereich verhält es sich ähnlich wie bei Facebook oder Studivz, sprich Bilder hochladen, Freunde adden, usw. Über ein Feedback würden wir uns freuen.
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24. Mai 2010

Mathias, als Bewohner der Landschaften von Langenberg und somit Bürger Geras freuen wir uns als Gera City-Magazin mit Dir ein Interview zu führen. Musik begleitet Dich ja nun schon mehr als 14 Jahre, wenn Du Deine aktuellen Tracks auf Vakant „Moron und Shetani“ nun mal auf diese Zeit reflektieren würdest. Was könnte man über diese Stücke sagen?
Für mich war es wichtig in der heutigen Zeit , zeitlose Musik für den Dancefloor zu produzieren! Diese beiden Tracks sind für mich sehr wichtig und auch eine gewisse Weiterentwicklung, weil es meine erste Platte ist die ausschließlich nur mit Hardware entstanden ist, dass heißt sie ist nicht direkt am Computer produziert, so wie es heute üblich ist! Back to the roots...Zum Thema Releases sind wir in Deiner Biografie auf folgenden interessanten Satz gestoßen - Mathias reiht sich mit seinem Arbeitsstil in die Riege derjenigen ein, die übermäßiges Fabrizieren und Veröffentlichen von Musik ablehnen. Wie soll der Laie das verstehen?
Ich habe schon einen großen Output in Sachen eigen produzierter Musik und auch an Remix-Arbeiten für andere Künstler, aber ich übertreibe es nicht und release jeden Monat eine neue Schallplatte. Ich achte sehr auf Qualität, was in der heutigen Zeit, in der jeder ein eigenes Plattenlabel gründet oder selbst Musik produziert immer wichtiger wird!Der elektronische Musikmarkt ist sehr übersättigt und die Auswirkungen, wie auch immer sie sein werden , merken wir erst in 2-3 Jahren…
Du engagierst dich ja auch für das Kassablanca mit der Veranstaltungsreihe Klanglauf und in der Muna mit der Reihe Fresh Blood, wo auch hin und wieder ein unbekannter Künstler auftritt. Ist das Jugendarbeit?
Die Freshblood-Reihe gibt es leider seit über einem Jahr nicht mehr, aber man kann sagen es war eine gewisse Art von Jugendarbeit. Das Konzept war jungen, talentierten DJ´s eine Chance zu geben, sich in einem Club vor Publikum zu präsentieren! Leider ist meine Zeit zu knapp, um es weiterzuführen....
Dagegen ist im Kassablanca in Jena, in dem wir vor 4 Wochen unser 6-jähriges „Klanglauf“-Bestehen gefeiert haben, das Konzept doch etwas anders...
Es gibt oft etwas unbekanntere oder besser lokale DJ´s, die den Abend einleiten und einen Headliner wie z.b Steve Bug, Luciano, T.Raumschmiere oder auch Soulphiction u.s.w. die ihre Musik präsentieren! … Achja, ich bin auch noch mit dabei.
Viele erfolgreiche Künstler zieht es in die Musikmetropolen, um dort noch mehr Kontakte zu knüpfen. Warum ist das bei Dir eigentlich nicht so?
Ich möchte nicht nach Berlin oder Barcelona ziehen, nur weil ich dann den direkten Anschluss an die Szene habe. Wenn du etwas Gutes und Beständiges machst, ist es egal, wo du wohnst und wer du bist! Was ich mir in den letzten 14 Jahren hier aufgebaut habe, bedeutet mir alles - und auch wenn unsere Stadt oft in der Kritik steht - mein Wohnsitz wird hier bleiben. Vielleicht ziehe ich noch etwas weiter auf´s Land oder auch in Richtung Jena, aber weiter nicht, dafür ist mir das alles hier zu wichtig!
Wer deine Arbeit verfolgt hat, dem ist sicherlich auch nicht entgangen, dass Du mit dem Orchester von Gera/Altenburg im Theater aufgetreten bist. Wie wichtig empfandest Du diesen Auftritt für Deine Karriere oder Dein Musikverständnis?
Mein Auftritt mit dem Geraer Symphonie Orchester war für mich persönlich der Höhepunkt 2008! Am Anfang sollte ich nur die Pause zwischen den beiden Konzert-Teilen beschallen, aber damit wollte ich mich nicht so richtig zufrieden geben. Am Ende stand ich mit voller Orchesterbesetzung auf der Bühne! Für mich war es ein großer Schritt nach vorn in meinem musikalischen Dasein! Die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Olav Kröger, der meine Lieder für das Orchester umschrieb, war etwas Neues für mich. Er fragte mich in welcher Tonhöhe meine Musik ist! Ich konnte ihm damals keine Antwort geben. Seitdem achte ich mehr auf die Harmonien bei meinen Stücken und arbeite mit Noten, was eigentlich nicht üblich ist in unserem elektronischen Musikbereich. Ich denke, es war kein perfektes Konzert und man kann noch einiges besser machen, aber es war eine super Weiterentwicklung für mich und hoffe auch für manche Musiker, die mich begleitet haben! Das nächste Konzert wird wahrscheinlich im Oktober 2010 stattfinden!
Jetzt haben wir über Aktuelles und Vergangenes gesprochen. Wie sieht die Zukunft für Mathias Kaden aus? Es wird ja gemunkelt, dass ein Album herauskommen soll.
Gerade arbeite ich an meinem ersten Album, was im Oktober auf Vakant Records erscheinen soll!
Mein Album wird verschiedene musikalische Aspekte beinhalten und ich werde mit einigen Musikern dafür zusammen arbeiten, mehr kann ich noch nicht verraten! Ansonsten blicke ich sehr optimistisch in die Zukunft! Es wird dieses Jahr wieder eine Japan-, Amerika- und eine Südamerika-Tour geben, worauf ich mich sehr freue!
Als abschließende Frage. Wie siehst Du eigentlich die Entwicklung der Technoszene?
Das wurde ich in letzter Zeit oft gefragt. Ich denke , die Technoszene ist endgültig aus dem Untergrund verschwunden und teilweise in vielen Ländern, natürlich auch in Deutschland, zum Mainstream geworden!
Schon allein die Tatsache, dass es heutzutage in fast jeder Disko einen Minimal/Elektro-Floor gibt, macht mir Angst…aber alles wird gut!!!!
Das Interview führte Christoph Hemmann (l ´auditeur)



